Tony Blair fuhr 1997 den größten Wahlsieg der Labour Party in der britischen Geschichte ein und beendete damit eine 18-jährige Regierungszeit der Konservativen. Als Premierminister stand er bald im Ruf, mit seinem New Labour den Stillstand und Reformstau der Nach-Thatcher-Ära wirkungsvoll beenden zu wollen. In seinen Memoiren gibt Tony Blair Einblick in sein privates und politisches Leben und Wirken, wobei neben den Erfolgen auch die Kontroversen und Enttäuschungen (Stichwort: Irak) nicht ausgeblendet werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.09.2010
Du meine Güte, so ein Schmock, scheint Franziska Augstein zu sagen. Warum eigentlich? Schließlich kann die Rezensentin aus Tony Blairs Memoiren doch eine Menge lernen - vor allem über Tony Blair. So erfährt sie, dass Blair gern lange auf dem Klo hockt, Bush für einen klugen Mann hält, grundehrlich ist und zum Führer berufen und einen Sch... gibt auf die armen Milieus. Gut, das wussten wir schon. Aber wussten wir auch, dass Blair sich eigentlich als Religionsführer sieht, weniger als Politiker? Augstein jedenfalls ist ehrlich überrascht. Und fragt sich jetzt nägelkauend, wieso um alles in der Welt er das nicht schon früher erkannt hat.
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