Manfred Berg

Das gespaltene Haus

Eine Geschichte der Vereinigten Staaten von 1950 bis heute
Cover: Das gespaltene Haus
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2024
ISBN 9783608984088
Gebunden, 544 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Manfred Berg, einer der besten Kenner der USA, erzählt die lange Geschichte einer fortschreitenden Spaltung, die das Land an den Rand eines neuen Bürgerkriegs geführt hat. Sein  Buch bietet eine umfassende Darstellung und Analyse der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Konflikte, die Donald Trumps Aufstieg ermöglicht haben, aber nicht verschwinden werden, selbst wenn er von der politischen Bühne abtreten sollte. Wer die Krise der amerikanischen Demokratie und ihre jüngere Geschichte verstehen will, dem bietet dieses Buch umfassende historische Orientierung.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 20.08.2024

Der Amerika-Historiker Manfred Berg hat eine überzeugende Analyse der US-amerikanischen Demokratie und ihrer Probleme vorgelegt, erklärt Kritiker Thilo Kößler: Drei Teile hat das Buch, die sich auf den großen Riss durch das Lager der Liberalen in den sechziger und siebziger Jahren, auf die Schwierigkeiten der Globalisierung und den "radikal militanten Trumpismus" beziehen. Kößler wird über die prägnante Analyse klar, dass ökonomische und ethnisch-soziale Fragen von Trump demagogisch instrumentalisiert werden, zudem zeigt Berg die Gefahr, die diese Schwierigkeiten auch für Europa bedeuten können. Abschließend fügt der Rezensent hinzu, dass der Autor zwar keine Lösungen bereithalte, aber mit der messerscharfen Beobachtung zum eigenen Nachdenken anregt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2024

Ein Buch über ein Land am Rande des Bürgerkriegs? Zumindest stellt Manfred Berg Rezensent Klaus-Dieter Frankenberger zufolge überzeugend dar, wie sich die USA, einst ein Musterland der Demokratisierung, in eine zutiefst gespaltene Gesellschaft verwandelt haben. Die Geschichte, die Berg erzählt, beginnt Mitte des 20. Jahrhunderts, der erste Abschnitt beschreibt, wie der liberale Zusammenhalt im Zuge des Vietnamkriegs, der Bürgerrechtsbewegung und ihrer Gegenbewegungen zerbricht. Die beiden anderen Kapitel beschäftigen sich laut Frankenberger mit den Veränderungen, die die Globalisierung zeitigt, sowie mit diversen Kulturkämpfen, das dritte führt direkt in die polarisierte politische Landschaft der Gegenwart, vorbereitet von Neoliberalismus und unterfüttert von diversen rechtspopulistischen Hetzern. Das alles ist kenntnis- und materialreich geschrieben, lobt Frankenberger, der anmerkt, dass Berg auch nicht die Perspektive jener vergisst, die sich von den gesellschaftlichen Umwälzungen abgehängt fühlen und deshalb ihr Heil im Trumpismus suchen. Eines leistet dieses Buch freilich nicht, stellt Frankenberger klar: Es spendet keine Hoffnung; vielmehr hat der Rezensent nach der Lektüre den Eindruck, dass ein neuer amerikanischer Bürgerkrieg vielleicht doch nicht so unwahrscheinlich ist.

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