Geschichte der Philosophie und Einführung in die Philosophie in einem Band - von den Griechen bis in die Gegenwart. Philosophie war einmal gefährlich: Thales wurde gemobbt, Anaxagoras verbannt, Sokrates getötet. Heute wird sie an Universitäten und Schulen gepflegt. Doch der wichtigste Konflikt, was Philosophie ist, lebt fort. Diese Philosophiegeschichte gibt auf allerengstem Raum Anfängern und Experten einen neuen Überblick von der Antike bis zur Gegenwart - und zur kuriosen Frage, was der Sinn der Welt ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.02.2026
Rezensent Nils Schniederjann ist insgesamt eher enttäuscht von Ulrich Steinvorths Buch. Dabei nimmt der Philosoph sich Großes vor: Er will der Philosophie die in der Neuzeit in die Privatsphäre entlassene, beziehungsweise von Ideologien beschlagnahmte Sinnfrage zurückgeben. Und zwar mithilfe einer Unterscheidung von heterotelischem, nämlich fremden Kategorien unterworfenem und autotelischem, am Selbstzweck orientiertem Handeln, wobei Steinvorth nur letzteres sinnvoll fände, so der Kritiker. Er hegt gerade in Zeiten wiedererstarkter autoritärer Ideologien Sympathien für diesen am Kant'schen Liberalismus orientierten Ansatz. Allein, Steinvorth breitet den Kern seiner These offenbar erst ganz am Ende seiner Schrift aus, davor muss der Rezensent sich durch jede Menge schwer verständliche Philosophiegeschichte quälen. Laien werden da schnell aussteigen, prophezeit er. Schade, so sein Fazit, da wäre mehr drin gewesen.
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