Fällt der Name "Wendelin Wiedeking", dann hagelt es sogleich eine Vielzahl von Superlativen. Als Porsche-Chef ist Wiedeking Vater des eindrucksvollen Neuaufbaus einer Firma, die zu Beginn der neunziger Jahre am Boden lag. Diese Biografie erzählt die Geschichte von Wiedekings Aufstieg, verrät seine Stärken und Schwächen und fragt kritisch, ob er die hohen Erwartungen weiterhin erfüllen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2003
Für Andreas Platthaus ist dies Buch ein "Musterbeispiel für redaktionelle Sorglosigkeit und rhetorische Ignoranz". Zudem kranke das Buch vor allem an einem: "Das Leben von Wendelin Wiedeking ist todlangweilig". Nach allem, was der Autor über den Porsche-Chef ausführe, könne man zwar gewiss sagen: "Eine Karriere, wie sie im Buche steht." Das Paradoxe, so Platthaus, an dieser Redensart scheine nur zu sein: "dass solche Lebenswege besser in keinem wirklichen Buche zu finden sein sollten". Da das Buch dementsprechend natürlich auch "keine einzige brisante Information" enthalte, werde hier zudem wohl sogar ausbleiben, was in letzter Zeit so oft dem Verkauf von unautorisierten Biografien genutzt hat: dass sie nämlich "Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen" wurden. Dem einen Kapitel Viehövers zur Geschichte von Porsche konnte der Rezensent zwar etwas abgewinnen, da werde "intrigiert, es gibt reichlich Familienkonflikte, und die Liebhaber schneller Autos werden das eine oder andere erfahren, was sie noch nicht wussten", doch danach hätte Viehöver eben "schnell zu Wiedeking zurück" kommen müssen, weil Ferdinand Piech vor einem Jahr bereits eine entsprechende Firmengeschichte publiziert hatte.
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