Der österreichische Ökonom und Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek gilt den einen als geistiger Vater eines neoliberalen Marktfundamentalismus, den anderen als unbeirrbarer Verfechter der Freiheit. Iris Karabelas stellt die Rezeption des umstrittenen Wirtschaftstheoretikers in der Bundesrepublik erstmals umfassend dar. Dabei zeigt sie, dass Hayeks Ideen nicht selten instrumentalisiert wurden, eigneten sie sich doch hervorragend als Waffe im ideologischen Kampf gegen die Linke. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wünschenswert gerade heute eine Versachlichung der ideologisch aufgeladenen Diskussion um den Neoliberalismus ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2010
Rezensentin Karen Horn schätzt diese Untersuchung der Wirkungsgeschichte des österreichischen Ökonomen und Sozialphilosophen Friedrich August von Hayek, die die Historikerin Iris Karabelas vorgelegt hat. Sie bescheinigt der Autorin, die zentralen Schriften Hayeks treffend zu beschreiben, zu interpretieren und in den politischen wie wissenschaftlichen Kontext zu stellen. Die folgende Darstellung der Rezeption Hayeks durch die Jahrzehnte lobt sie als ebenso gründlich wie spannend. Weniger einleuchtend scheint ihr indessen die Auseinandersetzung der Autorin mit der "merkwürdigen These" der "Westernisierung".
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