Vollständig neu übersetzt von Hans-Ulrich Möhring, Sara Riffel und Karen Nölle. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen des Fantasy-Künstlers Charles Vess. Erstmals alle 'Erdsee'-Romane und Erzählungen ungekürzt in einem Band: Eine Inselwelt, von Menschen und Drachen bewohnt.
Wo die Natur von Magie durchdrungen ist.
Und jedes Ding und jedes Wesen einen machtvollen wahren Namen trägt.
Auf einem Eiland der Inselwelt Erdsee lebt der junge Ged. Von allen nur Sperber gerufen, führt er ein einfaches Leben als Sohn eines Bronzeschmieds. Erst als brutale Räuberhorden sein Dorf überfallen, entdeckt er, dass er über geheimnisvolle, übernatürliche Fähigkeiten verfügt. Es gelingt Ged mit Hilfe der Magie, die Banditen abzuwehren, und fortan ist nichts mehr, wie es war.
Sperber wird Lehrling an der berühmten Zauberschule von Rok und stellt dort seine Fähigkeiten unter Beweis: Er beschwört die Mächte der Schatten und schafft eine Verbindung zum Totenreich. Dabei erfährt er, dass ein Riss durch dieses Reich geht, der die Welt der Lebenden zu verschlingen droht. Gemeinsam mit der wiedergeborenen Hohepriesterin Tenar und Tehanu, der Tochter der Drachen, stellt sich Ged einem scheinbar aussichtslosen Kampf um die Rettung von Erdsee.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2019
Rezensent Martin Zähringer nimmt die Fantasy-Autorin Ursula K. Le Guin vor sich selbst in Schutz: Er findet die ersten drei Bände des Erdsee-Zyklus, die sich um den Zauberer Ged drehen, der auf einem Archipel für das Gleichgewicht der großen Mächte ringt, brillant. Le Guin selbst hatte die Bücher später als antifeministisch eingestuft und einen vierten Band hinzugefügt, in dem eine Frau die Hauptfigur wird, erzählt der Kritiker. Zähringer meint, dass die Autorin zu streng mit sich ist: Alle vier Bände haben ihm zufolge kunstvolle politische Allegorien zu bieten. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass es eine Frau war, die die einfallsreiche Erdsee-Welt hervorgebracht hat. Sein Fazit: Die Gesamtausgabe ist absolut lesenswert!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2018
Rezensent Dietmar Dath freut sich, mit Ursula K. Le Guin spekulieren zu dürfen. Was die amerikanische Fantasy-Autorin in ihrem magischen Inselkosmos "Erdsee" vollbringt, nämlich Figuren mit unterschiedlichen Erfahrungshorizonten zu schaffen, exotische Orte und eine wundersame Handlung, und das alles stilistisch vielfältig, findet er bemerkenswert. Die neue "Erdsee"-Gesamtausgabe bietet Dath neben dem kompletten Zyklus Essays der Autorin, die ihm ihr weit gefächertes Wissen und Interesse bedeutet. Eskapistisch kann Dath diese Literatur nicht finden. Fantasieren a la Le Guin zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit gehört für ihn zur Welterschließung ganz entschieden dazu.
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