An Beispielen aus Deutschland und Großbritannien beschreibt Ute Daniel, wie wechselhaft und unvorhersehbar die Beziehungen zwischen Politiker_innen und politischen Journalist_innen sind, wie kontextabhängig das Kräftespiel. Und sie zeigt, dass dessen vergangene Ausprägungen oft gar nichts an aktueller Relevanz eingebüßt haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.04.2018
Rezensent Stephan Speicher gefällt, dass die Historikerin Uta Daniel gar nicht erst versucht, eine große Theorie über das Verhältnis von Politk und Medien zu entwickeln. Zu verschieden, meint Speicher, seien die jeweiligen nationalen Verhältnisse. Gewinn zieht der Rezensent aus der Lektüre, weil das Buch ihm durch den Vergleich von Großbritannien und Deutschland zwischen Erstem Weltkrieg und 1980er Jahren einen lebendigen Eindruck vermittelt von den Voraussetzungen der Pressefreiheit und Demokratie und ihrer Bedrohung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.04.2018
Tanjev Schultz erkennt das Verdienst des Buches der Historikerin Ute Daniel darin, die Beziehungsgeschichte zwischen Politik und Medien nicht in ein einfaches Schema zu pressen. Gerade ihre zeitgenössischen Umstände, die Komplexität und Unübersichtlichkeit scheinen Schultz prägend. Insofern bietet die Autorin auch keine Enthüllungsgeschichte, meint sie, sondern die detailreiche, schichtweise historische Erkundung einer komplexen Beziehung. Die Fallstudien zum Ersten Weltkrieg, zur Zeit zwischen den Weltkriegen, zum Nationalsozialismus oder zum britischen Profumo-Skandal und zur Spiegel-Affäre liest Schultz dennoch mit Gewinn.
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