In diesem ersten, programmatischen Band der Reihe werden die Konturen einer neuen Politikgeschichte entworfen. Ihr Gegenstand sind die historisch variablen Grenzziehungen zwischen dem Politischen und dem Nichtpolitischen. Diese sich wandelnden Konstruktionen des Politischen untersuchen die Autorinnen und Autoren des Bandes in verschiedenen empirischen Studien. Thematisch reicht deren Spektrum von Huldigungen an die preußischen Könige über Debatten um Altersgrenzen im Wahlrecht der Weimarer Republik bis zur Politisierung des Mediums Film im Stalinismus und dem Verhältnis von Politik und Religion in der Bundesrepublik Deutschland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.08.2005
Das Fernsehen und keineswegs die Studentenbewegung selbst habe die Bezeichnung "außerparlamentarische Opposition" in den späten sechziger Jahren durchgesetzt, referiert Rezensent Rudolf Walther eine aufschlussreiche Recherche der insgesamt zehn Beiträge. Wobei das ZDF ein "so genannte" voranstellte. Die Herausgeberin Ute Frevert, so Walther, mache in den Beiträgen einen allgemeinen Trend aus, der wieder an die in den 70er Jahren verabschiedete "Politikgeschichte" anknüpfe. Diese "neue Politikgeschichte" verstehe Politik als "kommunikatives Handeln" mittels Sprache, Bildern und Ritualen. So untersuche einer der Beiträge, skizziert der Rezensent das "breite Themenfeld", die preußischen Krönungszeremonien im 19. Jahrhundert, bei denen die Presse eine neue und mächtige Rolle spielte. Ein anderer Artikel beschreibe den Stil und die Funktion der Filmkomödien in der stalinschen Sowjetunion. Der abschließende Beitrag von Heinz-Gerhart Haupt, so Walther, biete einen "informativen Überblick" zum Diskussionsstand in der internationalen Politikforschung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.08.2005
Das Fernsehen und keineswegs die Studentenbewegung selbst habe die Bezeichnung "außerparlamentarische Opposition" in den späten sechziger Jahren durchgesetzt, referiert Rezensent Rudolf Walther eine aufschlussreiche Recherche der insgesamt zehn Beiträge. Wobei das ZDF ein "so genannte" voranstellte. Die Herausgeberin Ute Frevert, so Walther, mache in den Beiträgen einen allgemeinen Trend aus, der wieder an die in den 70er Jahren verabschiedete "Politikgeschichte" anknüpfe. Diese "neue Politikgeschichte" verstehe Politik zwar auch als eher akteursbezogen denn sozialgeschichtlich, aber vor allem als "kommunikatives Handeln" mittels Sprache, Bildern und Ritualen. So untersuche einer der Beiträge, skizziert der Rezensent das "breite Themenfeld", die preußischen Krönungszeremonien im 19. Jahrhundert, bei denen die Presse eine neue und mächtige Rolle spielte. Ein anderer Artikel beschreibe den Stil und die Funktion der Filmkomödien in der stalinschen Sowjetunion. Der abschließende Beitrag von Heinz-Gerhart Haupt, so Walther, biete einen "informativen Überblick" zum Diskussionsstand in der internationalen Politikforschung.
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