Einfühlsam begegnet Ute Krause der Angst von Kindern vor dem Alleinsein und öffnet mit ihren phantasievollen Zeichnungen Raum, über diese Ängste zu sprechen. Lass niemanden zur Tür rein, mahnt die Mutter, bevor sie geht. Aber was soll ein kleiner Junge allein zu Haus tun, wenn es dann wirklich an der Tür klopft und niemand anders als DAS UNGEHEUER Einlass begehrt? Voll Witz und Phantasie entwirft Ute Krause Situationen, die ein jedes Kind auf etwaige Ungeheuer- Besuche vorbereiten. Denn eins ist klar: Ganz ungefährlich ist es nicht, mit dem Ungeheuer zu spielen
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2008
Ganz auf die Seite des Kindes schlägt sich, voller Skepsis gegenüber einer Pädagogik des Schreckens, dieses Kinderbuch. Die Mutter hat, wie es Mütter tun, das Kind vor dem Bösen gewarnt, das jenseits der Wohnungstür lauert. Und tatsächlich klingelt, kaum ist die Mutter weg, das Böse an der Tür. Das Kind beginnt, sich die schlimmsten Dinge auszumalen, die das Ungeheuer, das es nicht sehen kann, mit ihm anstellte, würde es seiner erst habhaft. Am Ende aber, viele Alptraumbilder später, erweist sich das Ungeheuer als klein und grün und freundlich und bonbonspendend. War also alles halb so schlimm. Dass man aber trotzdem keine Bonbons von Ungeheuern nehmen soll, das muss die Mutter beim Blättern und Lesen dann eben dazusagen, findet Susanne Klingenstein. Sie ist von diesem pädagogisch nur bedingt wertvollen Buch mit seinen "verführerisch gescheiten und witzigen Illustrationen" offenkundig sehr charmiert.
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