Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.08.2000
Roland H. Wiegenstein zeigt sich über dieses Buch geteilter Meinung. So findet er es einerseits lobenswert, dass hier zumindest die aktuellen Probleme, mit denen sich Museumsmacher heute konfrontiert sehen, angesprochen werden. Andererseits stellt er fest, dass die Autoren weitestgehend die heutige Museumspraxis "als etablierte kaum je wirklich in Frage stellen". Viele Aspekte hätten nach Wiegensteins Ansicht durchaus größere Beachtung verdient, so etwa die "Bildungsaufgabe" der Museen, die sich mit veränderten Voraussetzungen auseinander setzen müssen, das reine Konsumieren von Kunst oder auch die Tendenz zu "Sammler-Museen", die dem Rezensenten oftmals eher als "Werterhöhungs-Maschinen" der Besitzer erscheinen. Lobend hebt Wiegenstein jedoch einige Beiträge von verschiedenen Museumsmachern hervor (die u. a. vom alltäglichen Problemen berichten) und besonders Martin Warnkes Text, der die Tendenz, Kunstwerke direkt und ohne Umweg über die Galerien zu erwerben, kritisch beleuchtet.
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