Aus dem Estnischen von Maximilian Murmann. Seltsames ereignet sich in dem abgelegenen Berghotel "Zum verunglückten Alpinisten": Polizeiinspektor Glebsky wird von einem anonymen Anrufer ins Hotel bestellt, ein Fehlalarm, wie sich herausstellt. Als eine Schneelawine das Hotel von der Außenwelt abschneidet und die Abreise des Inspektors verhindert, überstürzen sich die Ereignisse: Olaf, einer der sonderbaren Hotelgäste, wird tot aufgefunden und so mancher Gast ist überzeugt, dass übernatürliche Kräfte am Werk sind. Gut, dass Glebsky vor Ort ist, um dem rätselhaften Geheimnis des Hotels auf den Grund zu gehen. Die Graphic Novel basiert auf dem gleichnamigen, 1970 veröffentlichten Roman der Brüder Boris und Arkadi Strugatzki. Ihre visionären Romane dienten als Vorlagen für Filmklassiker wie Stalker und haben das Genre der Science-Fiction maßgeblich mitgeprägt. Ein mystischer Neo-Noir-Thriller, der die repressiven Machtstrukturen der Sowjetunion anprangert und Fragen des Andersseins aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet.
Rezensent Christoph Haas stellt in der taz drei graphic novels vor, die das Genre des noir-Krimis aufgreifen: Jacques Tardis "Nestor Burma - Rififi in Menilmontant", den ersten Band der Reihe "Criminal" von Ed Brubaker und Sean Phillips und Veiko Tammjärvs "Hotel zum verunglückten Alpinisten" nach dem gleichnamigen Roman des russischen Autorenduos Arkadi und Boris Strugatzki von 1969. Letztere hat Haas gefallen. Der Plot ist vielleicht ein bisschen Agatha-Christie-mäßig - mit einem vom Schnee abgeschnittenen Hotel, einem einsamen Ermittler und allerhand verdächtigen Figuren. Aber die Atmosphäre ist sehr viel surrealer, findet Haas, der oft nicht weiß, ob er es mit Mensch oder Android zu tun hat, was real ist und was nicht, wozu für ihn vor allem der abstrakte, von "harten Farbkontrasten" geprägte Zeichenstil Tammjärvs beiträgt.
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