Venkatraman Ramakrishnan

Warum wir sterben

Die neue Wissenschaft des Alterns und die Suche nach dem ewigen Leben
Cover: Warum wir sterben
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2024
ISBN 9783608984927
Gebunden, 352 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Werden wir bald für immer leben?  Wir erleben eine Revolution in der Biologie: Unsterblichkeit, einst eine schwache Hoffnung, war noch nie so greifbar für uns. Der Nobelpreisträger für Chemie Venki Ramakrishnan berichtet über die jüngsten Durchbrüche in der wissenschaftlichen Forschung und verändert für immer unser Verständnis für das Altern, das Sterben und den Tod.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.10.2024

Mit den weitgehend falschen Versprechen der Altersforschungsindustrie räumt laut Rezensent Volkart Wildermuth dieses kluge Buch auf. Der Strukturbiologe Venki Ramakrishnan gibt uns, so Wildermuth, einen Grundkurs in Biologie, wir erfahren einiges über Zellalterung und Mitochondrien, dazwischen gibt es auflockernde Anekdoten aus dem Leben des Autors. Vor allem jedoch, lernen wir, beschäftigt sich Ramakrishnan mit den Versuchen zahlreicher Forscher, das menschliche Leben zu verlängern - ein Feld, in dem bislang erstaunlich wenige echte Erkenntnisse erzielt wurden. So wissen wir zwar inzwischen gut Bescheid darüber, wie Chromosomenenden künstlich verlängert werden können, und mit Rapamycin steht auch ein Wirkstoff bereit, der möglicherweise auf Alterungsprozesse einwirken können. Allein, die entsprechenden Studien kommen nur langsam voran, lernt der Rezensent, und überhaupt sei keineswegs klar, ob die Menschen so viel davon hätten, wenn sie plötzlich sehr viel länger leben würden. Aller Voraussicht nach ist auch in Zukunft nach spätestens 122 Jahren - so der bisherige Rekord - Schluss, resümiert Wildermuth.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2024

Ein kluges Buch über ein viel diskutiertes Thema legt Venki Ramakrishnan laut Rezensentin Johanna Kuroczik hier vor. Und zwar geht es um die Frage, warum Menschen altern und ob sich dagegen möglicherweise etwas machen lässt. Das komplexe Fragestellungen aufarbeitende Buch, das von den Lesern seiner relativen Eingängigkeit zum Trotz abverlangt, in Themen wie DNA-Methylierung einzusteigen, widmet sich hauptsächlich dem Prozess der Zellalterung, erfahren wir. Ramakrishnan zeigt laut Kuroczik auf, weshalb sich diese nicht so ohne Weiteres aufhalten lässt, zum Beispiel weil eine Restriktion der Kalorienzufuhr, die Zellen theoretisch intakter lassen würde, sie dafür anfälliger macht für Infekte und andere Probleme. Trotzdem gibt es einige Mittel, die Alterungsprozesse bei Menschen verlangsamen könnten, lernt Kuroczik von Ramakrishnan, darunter ein Proteinkomplex namens TOR. Was freilich die Anti-Alterungsindustrie angeht, die derzeit, angekurbelt durch Milliardeninvestitionen, floriert, plädiert Ramakrishnan, lernen wir, für Vorsicht. Viele Unternehmen in diesem Bereich forschen seit langem ohne jedes Ergebnis, liest die Rezensentin bei Ramakrishnan, es sind sowieso höchstens 15 Jahre mehr im Schnitt möglich, und was das im Erfolgsfall für die Gesellschaft bedeuten würde, bleibt offen. Bis auf Weiteres muss die Menschheit also mit dem Altern und Sterben leben, resümiert Kuroczik mit Ramakrishnan.

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