Aus dem Norwegischen von Elke Ranzinger. Was macht eine Frau zur Mörderin und wie erzählt man davon? Brynhild ist gerade erst siebzehn, als sie sich mit jeder Faser ihres Körpers verliebt und unvorstellbare Gewalt erfährt. Sie flieht von Norwegen in die USA, will dort neu beginnen, doch in ihrem Innern wütet ein unerbittliches Feuer.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.11.2023
Einen Schatz, nicht nur für True-Crime-Fans, birgt Rezensentin Sonja Hartl mit diesem Roman von Victoria Kielland. Die norwegische Schriftstellerin erzählt ihr hier - literarisch frei - die Geschichte der als "Hell's Belle" bekannt gewordenen Serienmörderin Belle Gunness, als Brynhild in Norwegen geboren, die zu ihrer älteren Schwester nach Chicago auswanderte und dort zwischen 1884 und 1908 mehr als 40 Menschen tötete. Nicht nur Belles Ehemänner sterben, auch weitere norwegische Männer lassen durch Belle ihr Leben. Die Kritikerin bewundert nicht nur die Fantasie, mit der Kielland das von "Wut, Scham, Leidenschaft, Einsamkeit und ekstatischem Glauben" geprägte Leben der Mörderin imaginiert. Vor allem ist es die Form des Romans und die Sprache der Autorin, die Hartl in den Sog dieses rasenden Monologs ziehen.
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