Alfred Rosenberg gefiel sich in seiner Rolle als Intellektueller und Chefideologe der Nationalsozialisten. Gerade das aber machte ihn besonders unbeliebt innerhalb der NS-Führungselite. Intrigen und Konkurrenzverhalten nahmen zu, als Hitler ihn zum 'Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP' ernannte und Rosenberg weitgehende Rechte auf nahezu allen Gebieten für sich reklamierte. Mit dem nach ihm benannten Einsatzstab und als 'Reichsminister für die besetzten Ostgebiete' war er vor allem mit dem europaweiten Raub von Kunst- und Kulturgütern beschäftigt. Bis zu seiner Hinrichtung 1946 blieb er seinen antisemitischen Grundüberzeugungen treu.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.10.2016
Ludger Heid gruselt es bei Volker Koops Biografie über Hitlers Chefideologen Alfred Rosenberg. Den fanatischen Antisemiten und überzeugten Nationalsozialisten Rosenberg kann ihm der Autor in allen Facetten zeigen, seine Streitsucht, seine Eitelkeit, seine Dämonie. Gut, dass Koop keinen Zweifel lässt an der Gesinnung und am Charakter seiner Figur, findet Heid. Auch wenn die Darlegung des umfangreichen Dokumentenbestands zu Rosenberg auf den Rezensenten mitunter ermüdend wirkt, findet er das aus Rosenbergs Tagebüchern schöpfende Buch allemal lesenswert.
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