Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.06.2002
Eigentlich nur mit zwei Kapiteln aus dem Buch des Bremer Philosophiedozenten Schürmann befasst sich die Notiz (von upj.). Zunächst mit der Einleitung, bei der der Rezensent, ein wenig gegen die Absichten des Verfassers wohl, arg ins Schwitzen gekommen ist. Dass der Weg zur skeptisch inspirierten "heiteren Gelassenheit" so steinig ist, wie vom Autor beschrieben, hatte er sich nicht träumen lassen. Ein genaues Konzept nämlich hat Schürmann nicht, nur die Erkenntnis, dass die beste Handlungsanleitung in der Verweigerung einer Handlungsanleitung liegt. Viel mehr Spaß hatte der Rezensent beim zweiten Kapitel, das von Sepp Herberger inspiriert ist, aber alles andere als den Kern des Buches darzustellen scheint. Der kommt dann, in Gestalt harter Nüsse wie Hegel, Plessner und Luhmann, aber dazu will uns upj. leider weiter nichts verraten.
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