Klappentext

Die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens nehmen eine Sonderstellung in der Musikgeschichte ein. Nie zuvor hat reine Instrumentalmusik einen derart vielschichtigen, klanggewaltigen Kosmos erschaff en. Karl-Heinz Ott führt uns durch diesen Kosmos und lässt uns Beethovens Meilensteine ganz neu hören. "Zusammengefaßter, energischer, inniger habe ich noch keinen Künstler gesehen. Ich begreife recht gut, wie er gegen die Welt wunderlich stehen muß." Was Goethe als das Außerordentliche am Künstler Beethoven hervorhebt, gilt unbedingt auch für das mächtige musikalische Erbe, das dieser der Welt vermacht hat. Er führt die Sinfonik Haydns und Mozarts endgültig über alle bisherigen höfischen, kirchlichen, gesellschaftlichen Normen hinaus. So wortlos diese Musik ist - mit Beethoven wird sie nur umso eloquenter. Karl-Heinz Ott lädt uns ein auf eine literarisch-philosophisch inspirierte Reise durch Beethovens sinfonisches Universum. Er erzählt von den Irritationen, die die Sinfonien seit jeher hervorgerufen haben, von dem Rausch, in den sie uns versetzen können, und fragt: Warum wühlt diese Musik uns so ungeheuer auf? Und wie lässt sich über das, was jenseits aller Worte liegt, dennoch sprechen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2019

Christiane Wiesenfeldt empfiehlt das Buch von Karl-Heinz Ott über Beethovens Sinfonien nicht unbedingt dem Kenner oder dem Musikwissenschaftler. Zu verplaudert der Ton, zu donnernd das Vokabular des "Emotionsprotokolls" von Otts Hörerfahrung. Auch der Umstand, dass der Autor eher ältere Quellentexte zitiert und Wagners Antisemitismus unkommentiert lässt, befremdet Wiesenfeldt eher. Gelehrt scheint ihr das Buch dennoch und mitunter sogar anregend, wenn Ott in den Nebenkapiteln Literaten, Philosophen und Musikermeinungen hören lässt.
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