Bernd Zimmer gehört wie Fetting, Middendorf und Salome zu den Malern der Berliner Galerie am Moritzplatz, die 1980 zu einer internationalen Blitzkarriere starteten. Als Junge Wilde gefeiert oder als Neo-Expressionisten verworfen, gaben sie ihrer ersten Gruppenausstellung den Titel "Heftige Malerei". Aus dem inzwischen legendären Berliner Milieu der 1980er Jahre zwischen Punk und New Wave zog Zimmer zunächst nach Rom und ließ sich schließlich in dem oberbayerischen Klosterdorf Polling nieder. Von dort aus unternahm er immer wieder Reisen durch Indien, Indonesien, Afrika und China, in die libysche Wüste wie in die Südsee, die sein Werk als Landschaftsmaler entscheidend geprägt haben. In ausführlichen Gesprächen mit dem Kunstkritiker Walter Grasskamp resümiert der 1948 geborene Zimmer seine Werkbiografie anhand einer prägnanten Auswahl von rund 30 Bildern aus drei Jahrzehnten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2010
Kein ganz kleines Lob, mit dem Gottfried Knapp dieses Buch bedenkt. Eins der lesenswertesten der letzten Jahre zum Thema Kunst sei der Gesprächsband. Wenn Bernd Zimmer mit dem Kunsthistoriker Walter Grasskamp plaudert, kann Knapp förmlich sehen, wie es den Ex-Buchgestalter und Ex-Koch Zimmer zu und von den "Jungen Wilden" hingezogen und abgestoßen hat, wie er in seinen Naturbildern nach Farbintensität gestrebt, es ihn immer wieder an den Rand der Abstraktion, in Wüstengegenden und schließlich zurück nach Bayern geführt hat.
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