Überarbeitet und mit einem Vorwort von Klaus Goldmann. Einleitung von Margaret Farmer Planton. Walter I. Farmer, der frühere Offizier der US-Army in der amerikanischen Besatzungszone, hat sich 1945 um den Erhalt von bedeutendem europäischen kulturellen Erbe für Deutschland und Europa in besonderer Weise verdient gemacht, als es darum ging, den strikten Befehl aus Washington zum Abtransport wertvollster Gemälde (insbesondere aus der Sammlung der Berliner Gemäldegalerie) zu verhindern. Mit anderen in Deutschland eingesetzten "Kunstschutzoffizieren" der US-Army hat er 1945 das "Wiesbadener Manifest" verfasst, das letztendlich dazu führte, daß die Kunstschätze heute noch in deutschen Museen zu bewundern sind. 1966 wurde ihm dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die vorliegende Autobiografie stellt neben dem persönlichen Erlebnisbericht ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument dar. Das Werk umfaßt einen umfangreichen Dokumenten- und Archivanhang.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2003
Camilla Blechen beschränkt sich in ihrer Besprechung darauf, die spektakuläre Geschichte des amerikanischen Offiziers Walter Farmer zu beschreiben, die auch in dessen Memoiren den Mittelpunkt darstellt. Als Leiter des Wiesbadener Sammellagers militärisch sichergestellter Kunstwerke hatte sich Farmer im November 1945 einem Befehl verweigert, wonach zweihundert sichergestellte Spitzenwerke aus den Berliner Staatlichen Museen in die USA transportiert werden sollten. Als "Wiesbadener Manifest" ging die von ihm initiierte Protestnote in die Geschichte ein. Ein Urteil über dieses Buch fällt die Rezensentin nicht, weist aber noch darauf hin, dass die Memoiren von einer Ghostwriterin verfasst und in der deutschen Übersetzung von dem Berliner Beutekunstexperten Klaus Goldmann überarbeitet wurden.
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