Mit farbigem Bildteil. Ausstattung: 4-farbige Abbildungen. Niemand konnte Kunst so gut stehlen wie Stéphane Breitwieser. Der Meisterdieb erbeutete in den 1990er-Jahren bis in die frühen 2000er Kunstwerke in einem Wert von über 1 Milliarde Euro. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Anne-Catherine Kleinklaus stahl er mehrere Hundert Kunstwerke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach dem Jüngeren oder François Boucher aus beinahe 200 Museen und Galerien in Europa. Der "Gentleman-Gauner", bei dessen Rauben, nie jemand zu Schaden kam, ist allerdings nicht auf das große Geld aus. Ganz dem Schönen verfallen, erweitert er seine beeindruckende private Sammlung im Dachboden des Hauses seiner Mutter, wo er mit seiner Partnerin lebt. Aber wie weit wird er gehen können, um seine Obsession zu stillen?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.05.2024
Mit angehaltenem Atem liest Rezensent Thorsten Jantschek die von dem amerikanischen Journalisten Michael Finkel niedergeschriebene Geschichte um den französischen Kunstdieb Stephane Breitwieser. Vor allem in den neunziger Jahren schlug Breitwieser gemeinsam mit seiner Freundin Anne-Catherine zu, stahl Werke von Cranach, Brueghel oder Dürer aus Provinzmuseen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, bis er schließlich 2001 eher zufällig verhaftet wurde. Die Werke hatte er gestohlen, um sie zu besitzen und auf dem Dachboden im Haus seiner Mutter versteckt, erfährt der Kritiker, der mit Entsetzen liest, dass diese nach der Verhaftung ihres Sohnes Kunst im Wert von etwa 2 Milliarden US-Dollar im Fluss entsorgte oder verbrannte. Wie Finkel Spannung und Nähe bei gleichzeitiger Distanz zum Täter aufbaut, findet der Rezensent ebenso bewundernswert wie die Recherchearbeit, die der Journalist leistete: Ermittlungsarbeit, Verhöre und psychologische Gutachten werden ebenso ausgeleuchtet wie der spätere tiefe Fall Breitwiesers.
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