Mit 209 farbigen Abbildungen. Herausgegeben von der Kunsthalle Wien / Gerald Matt, Marion Piffer Damiani, Texte von Franz Xaver Baier, Marion Piffer Damiani, Stephan Berg, Marion Piffer Damiani im Gespräch mit Walter Niedermayr. Der neue Fotoband von Walter Niedermayr versammelt erstmals eine Auswahl aus unterschiedlichen Werkkomplexen und gewährt einen hintergründigen Einblick in sein Projekt und die Einstellung des Künstlers zu Fotografie und Wirklichkeit. Das präsentierte Werk umfasst neben den alpinen Schauplätzen, die den Künstler international bekannt gemacht haben, seine Begehungen in Krankenhäusern und Gefängnissen wie auch Aufnahmen von Autobahn- und Baustellenarchitekturen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.04.2003
Die Schrecken der hochalpinen Helligkeit und des Eises, alte Kantische Erhabenheits-Topoi, nennt Rezensent Holger Liebs als Themen des Fotografen Walter Niedermayr, dessen Bilder nun auch im Ausstellungskatalog zur Werkschau in der Wiener Kunsthalle zu bestaunen sind. Zwar ist der Schauder der Einsamkeit, der Kant noch auf seinen imaginären Bergreisen befallen hatte, zu Liebs' Bedauern heute durch "wuchtige Sessellift-Masten" und "Schneepflug-Frischlinge in uniformer Schutzkleidung" enorm herabgemildert. Aber Niedermayr erschaffe mit seinen Fotografien mehrteilige Tableaus, "deren Ästhetik der Überbelichtung aus touristischen Kolonien wieder das trübe, wattige und blind machende Nichts macht, das sie einmal waren". Diese "Topografien der Kälte" seien allerdings alles andere als natürlich: "Digitaltechnik synthetisiert sie zu handzahmen, reproduzierbaren Flächen-Einheiten", erklärt Liebs, "wie nachträglich appliziert wirken die Menschlein, die sich auf ihnen tummeln". Das hat für Liebs etwas von einer Photoshop-Spielerei, ja, "vom ursprünglichen Faszinosum des Mausklicks": "Nichts", resümiert er, "ist wirklich zwingend in diesen Bildern".
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