Wie kaum andere sind Schlafen und Wachen Grundphänomene menschlicher Existenz. In ihnen hat der Mensch teil an den elementaren Periodenwechseln von Tag und Nacht, Licht und Dunkel, Leben und Tod. Umso erstaunlicher, daß die Nacht seit Parmenides aus dem philosophischen Kanon vertrieben ist und ihre Verfemung durch die Gnosis sich weitgehend durchgesetzt hat. Erst in der Neuzeit gibt es wieder Strömungen des Denkens, die an der Rehabilitierung der Nacht arbeiten: Hume und Herder, die Malerei mit ihrer Hell-Dunkel Sensualisierung der Farben, Novalis? Hymnen an die Nacht, Goethes Erkundigung des Lichts und der Steine, Nietzsches Licht des Mittags, Heideggers Lichtung und Blumenbergs Nachtdenken. Darüber hinaus spürt Walter Seitter den Korrespondenzen zwischen Schlafen und Wachen von der Perfektionierung des Beleuchtungswesens in der Aufklärung bis zu den modernen Schlaflabors nach und zeigt, wie sie als Elemente einer Lebenskunst der philosophischen Pragmatik zurückgewonnen werden können.
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