Herausgegeben von Winfried Thaa und Lothar Probst. Hannah Arendt sah in der Verfassung und den Institutionen der amerikanischen Republik die neuzeitliche Gründung politischer Freiheit. Zwar hielt Arendt an ihrer kulturkritischen Haltung gegenüber dem freiheits- und persönlichkeitsbedrohenden Funktionalismus der Moderne fest, glaubte jedoch in der demokratischen Politik einen Bereich identifiziert zu haben, in dem Menschen jenseits von Gewalt, Zwang und Herrschaft als Gleiche miteinander verkehren und aktiv an der Regelung ihrer öffentlichen Angelegenheiten teilnehmen können. Die Beiträge der internationalen Tagung diskutieren Arendts Verhältnis zur politischen Geschichte und Kultur Amerikas.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2003
Hannah Arendts Bild der USA war ambivalent. Einerseits zeigt sie sich, vor allem zu Beginn ihres Exils, davon begeistert, dass die Vereinigten Staaten so wenig Züge eines Nationalstaats tragen, andererseits kommt es spätestens unter Nixon zur scharfen Abrechnung. Arendts Amerika-Bild untersucht dieser Band und fragt nach möglichen Fehleinschätzungen, wie etwa der Verzeichnung des Republikanismus ins Positive, des Liberalismus ins Negative. Der Rezensent mit dem Kürzel "lx." enthält sich jeder Wertung ebenso wie der gesonderten Erwähnung eines einzelnen Aufsatzes.
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