Aus dem Englischen von Eva Leipprand. Bäume gehören zu den größten und faszinierendsten Lebewesen. In alten Kulturen und Religionen wurden sie als Sitz der Götter oder übernatürlicher Wesen verehrt. Noch heute beeindruckt der Anblick imposanter Buchen und mächtiger Eichen. Manche Bäume blicken auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück; könnten sie sprechen, sie hätten einiges zu berichten. David Suzuki und Wayne Grady erzählen eine solche Geschichte. Ihre "Biografie eines Baumes" - illustriert mit Federzeichnungen des kanadischen Künstlers Robert Bateman - beschreibt sieben Jahrhunderte im Leben einer Douglasie. Erzählt wird nicht allein die Geschichte in ihrem ökologischen Kontext, etwa wie es dem Samen gelingt, Wurzeln zu schlagen, oder wie der heranwachsende Baum Wind und Wetter trotzt. Eingebunden sind zahlreiche Ausflüge in die Kulturgeschichte der Menschheit und die Evolutionsgeschichte unseres Planeten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2013
David Suzuki, Zoologe und Träger des Alternativen Nobelpreises, war von einem Baum, genauer: von einer Douglasie, vor seiner Tür derart begeistert, dass er sich mit dem Schriftsteller und Essayisten Wayne Grady flugs an eine Biografie eben jenes Baumes gesetzt hat, berichtet Florian Welle. Das Buch "Der Baum" ist das gelungene Ergebnis, das, trotz seiner Ausflüge in die Biologie oder in die Geschichte der Botanik, dem Rezensenten alles andere als trocken vorkommt. Allein schon die Schwarzweiß-Zeichnungen von Robert Bateman findet Welle großartig, aber die Einführung in die faszinierenden biologischen Vorgänge hat für ihn noch einmal nachvollziehbar gemacht, warum Bäume im Ökosystem der Erde eine so wichtige Rolle einnehmen, erklärt der Rezensent.
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