Aus dem Amerikanischen von Jens Hagestedt, Katja Hald und Frieder Pflüger. "Wir müssen langfristig weniger Menschen werden, wenn wir die Biodiversität nicht weiter gefährden wollen." Hunderte Wale, die vor der Küste von Wales Heringsschwärme jagen; gewaltige Bisonherden in der amerikanischen Prärie; dichte Urwälder auf allen Kontinenten: Pflanzen und Tiere verteilten sich vor gar nicht langer Zeit in unfassbarer Fülle und Vielfalt über die ganze Erde.Heute sind unzählige Arten vom Aussterben bedroht und die wilde Vielfalt ist einer vom Menschen kolonialisierten Landschaft gewichen, die alleine dazu dient, unsere Konsumwünsche zu befriedigen. Weil wir uns selbst eingeredet haben, wir seien die Krone der Schöpfung und die Welt sei unsere Ressourcenmine, haben wir vergessen, dass wir nur ein Teil einer faszinierenden Welt sind, in der alles Lebendige seinen Platz hat. Eileen Crist analysiert, wie es so weit kommen konnte, und zeichnet den Weg in eine neue Zivilisation, die ihrer Mitwelt wieder Platz einräumt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 30.04.2020
Rezensent Johannes Kaiser zeigt sich genervt von den Ausführungen der amerikanischen Soziologin Eileen Crist. Der dramatische Schwund von Flora und Fauna ist Kaiser bewusst, aber braucht es das Einrennen offener Türen, noch dazu mit der Schwarzweißmalerei der Autorin? Nein, findet Kaiser. Zarte Gegenbeweise gegen das Überlegenheitsdenken des Menschen lässt die Autorin laut Kaiser gar nicht erst zu. Die deutliche Argumentation im Buch krankt laut Rezensent an dem Hang zur Zuspitzung hin zu den immer gleichen Schreckensbildern. Ermüdend, meint Kaiser. Und Crists Vorschlag, die Weltbevölkerung mal eben auf 2 Milliarden zu reduzieren, hält der Rezensent, was sonst, für vollkommen unrealistisch.
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