Ist die Schweiz in den letzten fünfzig Jahren eine radikal andere geworden, oder ist vieles stabil, sogar immobil geblieben? Während sich das innenpolitische System relativ wenig verändert hat, sind um uns herum neue Staatensysteme und internationale Organisationen entstanden, und die wirtschaftliche Verflechtung hat ein globales Ausmaß erreicht. Die Auseinandersetzung mit der Welt, auch mit Fremden, die zu uns kommen, gehört zu den Grundthemen dieser Epoche. Der vorliegende Band bietet anhand von acht Themenbereichen Einblicke in die Geschichte der Schweiz seit 1945.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2000
Während viel über die Rolle der Schweiz in der Zeit des Nationalsozialismus geforscht wurde, gab es bislang wenige Publikationen über die Nachkriegs-Schweiz. Diese Lücke schließt ein Sammelband, der aus einer Vortragsreihe an der Zürcher Volkshochschule hervorgegangen ist und der, so der Kritiker mit dem Kürzel "C.W.", anders als der Titel suggerieren mag, nicht nur "Goldene Jahre" sieht. Die Leser finden hier Beiträge von Leimgruber, Obermüller, Tanner, Hug u.a. zur Entwicklung der Schweizer Innen- und Aussenpolitik, Analysen der politischen Kultur oder eine Darstellung des Lebensstandards und -stils in der Schweiz. Kurzes Resumée des Rezensenten: auch Kritiker der Schweiz scheinen von der Idee des Sonderwegs fasziniert zu sein.
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