Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2002
Offensichtlich etwas ermüdend fand der Rezensent Ulrich Lappenküper die Lektüre der "Zeitgeschichten" des konservativen Diplomaten Wiegand Pabsch, die auch eher autobiografische als zeitdiagnostische Züge tragen. Jedenfalls bezeichnet Lappenküper seine Geschichte als "langatmig" und hätte sich ein strengeres Lektorat gewünscht. Er sieht als Leitmotiv hinter diesen Memoiren, dass Pabsch "mit der Würdigung seiner Arbeit nur selten zufrieden war" und viele seiner Versetzungen an entfernte Orte dieser Welt als Abstellgleis empfand. Dieser frustrierte Tenor zieht sich durch das ganze Buch und lässt den Rezensenten leicht genervt zurück. Auch sonst bietet das Buch wenig Überraschendes, so Lappenküper: dass das Leben eines Diplomaten nicht aus Cocktailparties besteht, das hat er auch schon vorher gewusst.
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