Michael Mertes nimmt das Ende der Ära Merkel zum Anlass für einen Essay über Dynamik und Stagnation, Aufstieg und Niedergang in der Politik: Wie kommt es zur Erosion von Macht? Wann und wie sollte der Abschied von der Macht vollzogen werden? Sind Amtszeitbegrenzungen sinnvoll? Eingebettet ist die Erörterung dieser Fragen in Reflexionen über das Verhältnis von Macht und Führung, Amt und Person, Konflikt und Konsens, über die Psychologie der Macht und die Versuchung der Politik, ihre spezifische Verantwortung auf Experten abzuwälzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2022
Der Politikforscher Werner Weidenfeld rät Olaf Scholz dringend zur Lektüre von Michael Mertes' Buch. Mertes bietet laut Weidenfeld nicht nur eine sagenhafte politikwissenschaftliche, historische und philosophische Expertise, er weiß als Kohls ehemaliger Ghostwriter und Sohn von Alois Mertes auch, wie die Zyklen der Macht laufen und wie sich auch ein neuer, leiser Bundeskanzler darauf zu seinem Vorteil eingrooven kann. Als praktisches Lehr- und Zauberbuch empfiehlt Weidenfeld den Band und als Weg zum Amtserhalt.
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