Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2000
Harald Hartung weist zunächst darauf hin, dass es sich bei dem Autor um einen ausgemachten Pound-Kenner handelt, dessen vorliegendes Buch den Anfang zu einer ganzen Reihe von Pound-Studien bilden soll. In diesem ersten Band gehe Schmied zunächst auch auf Pounds "faschistische Verstrickung" ein, wobei der Autor, entgegen der "Dr. Jekyll-und-Mr.-Hyde-These", zu der Feststellung gelange: `Es gibt nur einen Pound`. Hartung skizziert in seiner Rezension weiterhin den von Pound kreierten Vortizismus als Gegenbewegung zum Futurismus und Pounds künstlerische Beziehung zu dem Bildhauer Jacob Epstein bzw. dessen Projekt der `Rock Drill`-Plastik. Von dieser roboterähnlichen Figur mit Bohrer habe Epstein unter dem Eindruck des Krieges eine Hand und die Beine amputiert und das Ergebnis in Bronze gegossen. Dieses Motiv des "Felsbohrers als Metapher" habe Pound lange Zeit begleitet, und über diesen Einfluss hätte der Rezensent gerne mehr erfahren. Diesen Gefallen tut ihm der Autor jedoch nicht. Für gut gelungen hält Hartung allerdings die Passagen, in denen Schmied "Phänomene der Poesie und der bildenden Kunst zusammen schauen kann".
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