In der Geschichte von Hans und Lisa erzählt Heinz Kehlmann seine Erlebnisse in Czernowitz und Bukarest während des zweiten Weltkriegs und in den ersten Nachkriegsjahren. Als eine «halb-autobiographische Schilderung unfreiwilliger Abenteuer und Reisen», bezeichnete der Verfasser sein Manuskript, das er in den 70er Jahren anhand alter Briefe und Notizen in Wien, seinem letzten Refugium, niederschrieb.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2005
In den Augen des Rezensenten Markus Bauer ist die hier auf knappen Raum ausgebreitete Lebensgeschichte des Juristen Heinz Kehlmann, der zur Minderheit der deutschen Juden in der Bukowina gehörte, weniger ein Einblick in die "psychologische Entwicklung des Autors" als eine komprimierte Alltagsgeschichte dieser Region. Das bestätigt auch die Historikerin Marianna Hausleitner, die das Nachwort geschrieben hat und darin die "weitestgehende Übereinstimmung mit den geschichtlichen Fakten" bestätigt. Trotzdem dieser historischen Schwerpunktsetzung verschmelzen nach Meinung des Rezensenten an etlichen Stellen des Buches "die privaten und historischen Entwicklungen zu einer literarisch ansprechenden Einheit".
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