In der deutschen militärischen Kultur war die Gründung der Bundeswehr 1955 ein radikaler Neuanfang. Militärisch effizient und zugleich demokratie-konform sollte sie sein, was Traditionalisten als Quadratur des Kreises empfanden. Der Wandel der Sicherheitspolitik zwang die Bundeswehr permanent weiter zu Anpassungen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist dieser Druck noch gewachsen. In diesem Studienbuch beschreibt der Autor erstmals systematisch die historischen Voraussetzungen und die einzelnen verfassungsrechtlichen, politischen und militär-organisatorischen Neuerungen zur Integration der Bundeswehr in die zivile Gesellschaft und in das demokratische Staatsgefüge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.07.2001
Wolfgang Schmidt erläutert, dass es dem Autor hier um die Beantwortung der Frage geht, "ob Militär und Demokratie überhaupt zusammengehen können". Dabei gefällt dem Rezensenten die Nüchternheit, mit der sich von Bredow diesem Thema nähert. Neben dem einleitenden Kapitel, dass nach Schmidts Diagnose viel Erhellendes über die "militärischen Mittel der Politik" bietet (so etwa über Militärtheoretiker des 18. Jahrhunderts), lobt der Rezensent ganz besonders die gute Struktur des Bandes, die gute Lesbarkeit und die Darstellung von "verfassungsrechtlichen und politischen Zusammenhängen". Dies mache den Band nicht nur für Akademiker interessant. Schmidt wünscht sich, dass dieses Buch auch "Eingang in die historisch-politische Bildung innerhalb der Bundeswehr" finden sollte
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2001
Das Gefühl einer unmittelbaren Kriegsgefahr ist seit Ende des Kalten Krieges in weite Ferne gerückt. Und damit auch das Gefühl, Deutschland brauche eine große Streitmacht, erzählt Karl W. Haltiner. Das Buch des Marburger Politikwissenschaftlers Wilfried von Bredow erscheint da genau zur richtigen Zeit der Diskussion über die Wehrpflicht in Deutschland, meint der Rezensent. Die Analyse des Politologen über Geschichte, Struktur und Wandel der Bundeswehr findet Haltiner keineswegs trocken, sondern anregend, kritisch und umfassend.
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