Aus dem Amerikanischen von Edmund Jacoby. Zwei Holzkerle, der eine gelb, der andere rosa bemalt, der eine kurz und dick, der andere lang und dünn, liegen im Sonnenschein auf einer Wiese. Sie kennen sich nicht, sie wissen auch nicht, wie sie hierhin gekommen sind. Aber sie freuen sich, dass sie da sind, und bewundern sich gegenseitig dafür, dass sie so perfekt und schön sind. "Jemand muss uns gemacht haben", meint Rosa, und Gelb hält dagegen: "Wie sollte jemand etwas so Vollkommenes wie mich machen können?" Könnte aber der Zufall der bessere Schöpfer sein als "jemand"? Gelb und Rosa geraten in einen immer heftigeren Streit über den Ursprung der Schöpfung - bis etwas eintritt, mit dem sie beide überhaupt nicht gerechnet haben...
Zwei Holzkerle, einer Gelb, der andere Rosa, fragen sich in dieser ansonsten grau gestrichelten Welt des amerikanischen "Bilderbuchkünstlers" nach ihrem Woher und Wohin, schreibt Jens Thiele. Ihre Mutmaßungen werden in Bildblasen geliefert - ein Ast, der vom Baum gefallen ist, ein Vogel, der die Augen eingepickt hat, eine Farbwalze, die sie einfärbte - und begleiten den Dialog der beiden, dem ein Kind "vergnüglich", ein Erwachsener vielleicht "nachdenklich" folgen wird, so Thiele. Am Ende geben sie auf, vielleicht bleibt alles ein Geheimnis... Da kommt schon der Schnitzer und holt sie vom Trocknen zurück.
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