Aus dem Englischen von Thomas Gunkel und Hans-Christian Oeser. William Trevors erzählerisches Werk ist so umfangreich wie vielschichtig. Hanns Zischler kennt und verehrt den großen irischen Schriftsteller seit Langem und hat die schönsten Erzählungen in diesem Band zusammengestellt und mit einem Nachwort versehen. Oft erzählt Trevor Begebenheiten aus dem Leben ganz normaler Menschen: von Einsamkeit und verpassten Chancen, von der Allmacht des Schicksals und dem kleinen Glück.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.05.2008
Ulrich Baron begrüßt diesen Band mit Erzählungen, der zum achtzigsten Geburtstag des irischen Schriftstellers William Trevor erschienen ist. Allerdings kommt er nicht umhin, den äußerst knappen Umfang des Buchs zu registrieren, das auf 111 Seiten die "schönsten Erzählungen" des Autors präsentieren will. Ein Vorhaben, das ihm angesichts der Fülle von Trevors Werken ein wenig "verwegen" anmutet. Andererseits scheint ihm diese "asketische" Auswahl doch auch dem Geist dieses Schriftstellers zu entsprechen, den er als "Meister der Aussparung" würdigt. Hanns Zischlers Einschätzung im "luziden" Nachwort, dem literarischen Werk Trevors sei dessen "langjährige Arbeit als Bildhauer" zugute gekommen, kann er nur zustimmen. Dies zeigt sich für ihn in den vorliegenden Erzählungen, in denen es Trevor stets gelingt, einen Punkt zu finden, von dem aus das Leben seiner Protagonisten überschaubar, aber keineswegs erfreulich erscheint.
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