Ein deutsch-deutscher Roman: Zeitgeschichte, erzählt als Familiengeschichte. Eine Bilanz der Jahrzehnte der Trennung und wechselseitigen Entfremdung bis hin zur beschwerlichen Vereinigung.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Kaum ein gutes Haar läßt der Andreas Nentwich an diesem Buch: "Ein Roman, so protzig wie eine altdeutsche Schrankwand", findet der Rezensent, der vor allem intellektuellen Tiefgang, genauere Kenntnis der ostdeutschen Lebensrealität sowie politisches Reflexionsvermögen vermisst. Ihn stört die "Wohlstandsbürger"-Perspektive des Autors, der Sowjetsoldaten als "Iwans" und die deutsch-deutsche Grenze als "Schandgrenze" bezeichnet ebenso wie die Tatsache, dass der Autor eine Tendenz zu Anekdoten zeigt, statt das Innenleben, die Gedanken seiner Figuren zu erforschen. Einzig die sterbende Elsa hält er für gut gezeichnet, weil Buhl sie nicht schematisch-klischeehaft beschreibe, sondern mit Fantasie gestalte.
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