Ein deutsch-deutscher Roman: Zeitgeschichte, erzählt als Familiengeschichte. Eine Bilanz der Jahrzehnte der Trennung und wechselseitigen Entfremdung bis hin zur beschwerlichen Vereinigung.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Kaum ein gutes Haar läßt der Andreas Nentwich an diesem Buch: "Ein Roman, so protzig wie eine altdeutsche Schrankwand", findet der Rezensent, der vor allem intellektuellen Tiefgang, genauere Kenntnis der ostdeutschen Lebensrealität sowie politisches Reflexionsvermögen vermisst. Ihn stört die "Wohlstandsbürger"-Perspektive des Autors, der Sowjetsoldaten als "Iwans" und die deutsch-deutsche Grenze als "Schandgrenze" bezeichnet ebenso wie die Tatsache, dass der Autor eine Tendenz zu Anekdoten zeigt, statt das Innenleben, die Gedanken seiner Figuren zu erforschen. Einzig die sterbende Elsa hält er für gut gezeichnet, weil Buhl sie nicht schematisch-klischeehaft beschreibe, sondern mit Fantasie gestalte.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…