Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2003
Hans-Dieter Gondek zollt Wolfram Bergandes Unterfangen Respekt: Die Beziehung zwischen den Werken von Lacan und Derrida zu erforschen, sei eine komplizierte Aufgabe. Die Nähe der beiden Denker wurde im deutschsprachigen Raum lange überschätzt, Derridas Polemik gegen Lacan 1975 kam wie ein Schock, erzählt Bergande. Umso mehr begrüßt er, dass Gondek sich als einer der ersten mit dem inhaltlichen Kern der Auseinandersetzung beschäftigt. Dem Berliner Philosoph und Romanist gelinge es in seiner "knappen, aber ungemein konzentrierten" Untersuchung, sowohl die philosophischen als auch die psychoanalytischen Aspekte des Disputs gekonnt darzustellen, lobt der Rezensent. Besonders wichtig scheint ihm Bergandes "intime Vertrautheit mit dem Hegelschen Denken", zeige er doch auf, dass Lacan mehr von Hegel geerbt hat als bisher angenommen wurde. Nur wenn Bergande versucht, Derridas Interpretation von Husserls Ausdruckstheorie auf Lacan zurückzuführen, kann Gondek nicht mehr mitgehen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…