Von der Überzeugung durchdrungen, Deutschlands Weg in die Isolierung und die Katastrophe könne durch gründliche Umkehr vom Schwertglauben verhindert werden, wandelte sich eine Reihe von deutschen Offizieren zu Pazifisten. Als "Rufer in der Wüste" nahmen sie Beschimpfungen und Verleumdungen und Vertreibung ins Exil auf sich...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.12.2000
Große Worte findet Rezensent Anton-Andreas Guha für die unter dem Titel "Pazifistische Offiziere in Deutschland 1871-1933" erschienenen 17 Porträts über Offiziere, die zu Pazifisten wurden. Er bezeichnet das Buch als "politisch und kulturell unentbehrlich". Zwei Gründe für den Sinneswandel der Offiziere sieht er als hauptsächlich an: Zum einen die Erkenntnis, dass durch Krieg oft fragwürdige Ziele durchgesetzt werden, zum anderen, dass der Einsatz moderner Waffen - mit ihrem ungeheuren Vernichtungspotential - so viele unschuldige Opfer fordert, dass ihr Einsatz durch keinen Zweck legitimiert werden kann. Nur was die Bewertung des Attentats vom 20. Juli angeht, stimmt der Rezensent nicht mit Wolfram Wette überein. Wette grenze die Offiziere des 20. Juli zu Unrecht von den pazifistischen Offizieren ab, mit der Begründung, erstere hätten sich erst zum Widerstand entschlossen, nachdem der Krieg verloren war. Diese Auffassung scheint Guha nicht ganz fair zu finden.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…