Aus dem Koreanischen von Sun-Hi Kim und Edeltrud Kim. Der aus ursprünglich vier separaten Teilen bestehende Roman spielt im Zeitraum vom Winter 1973 bis zum Winter 1974, in der Endphase der durch Unterdrückung und Gewalt gekennzeichneten Herrschaft des Präsidenten Park Chung Hee. In verschachtelten Rückblenden, in Bewußtseinsströmen und Reflexionen einer vielfach gebrochenen Identität nimmt der Leser teil an den Bemühungen eines etwa zwanzigjährigen jungen Mannes, unter den verwirrenden Bedingungen seiner Zeit sich selbst zu finden und seine Beziehungen zu den Menschen seiner Umwelt sowie seine Rolle in der Gesellschaft zu bestimmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2012
Als einen Meister des doppelten Bodens und der Seelenspiegelungen bezeichnet Steffen Gnam den Autor Yi In-Seong. Ein bisschen Kafka entdeckt er bei dem koreanischen Schriftsteller auch, der in diesem vierteiligen Roman von 1983 eine Initiationsgeschichte im Jahre 1973 schreibt, für Gnam als Kontrapunkt zur Diktatur unter Park Chung Hee. Held ist ein junger Dissident, den Yi In-Seong, untermalt von Generationenkonflikten und surrealistischen Momenten, auf Selbstfindungstour schickt. Für Gnam ist das Buch ein Beispiel für einen "kreativen Nihilismus" als "Ausweg aus der 'Sackgasse des Bewusstseins'".
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