Aus dem Japanischen von Nora Bierich. "Leben zu verkaufen. Verfügen Sie frei über mich. Ich bin männlich, 27 Jahre alt und kann Geheimnisse wahren." Als Hanio diese Anzeige schaltet, ahnt er nicht, was er damit lostritt. Bald findet er sich auf einem wilden Ritt durch eine Welt voller blutrünstiger Gangster, vergifteter Karotten, verzweifelter Junkies und verliebten Vampirfrauen wieder. Während sich um Hanio herum die Leichen sammeln, bleibt er wie durch ein Wunder am Leben und fragt sich, wie diese Höllenmaschine gestoppt werden kann. Nur: Ist es nicht schon viel zu spät für einen Sinneswandel?
Rezensent Martin Krumbholz hält Yukio Mishimas Roman für flotte Unterhaltungsliteratur, nicht mehr und nicht weniger. Dass es zu mehr nicht reicht, liegt für den Rezensenten am überstrapazierten Cliffhangerprinzip der kurzen Kapitel, der Unwahrscheinlichkeit des Erzählten, der Trivialität der Story. Die Geschichte um einen seltsamen japanischen Zeitgenossen, der sich kafkaesk mit Krabbelgetier verbrüdert, beschließt zu sterben, dem Tod aber ein ums andere Mal von der Schippe hüpft, zeugt zwar von Fantasie, ist aber ein bisschen pubertär, meint Krumbholz.
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