Aus dem Amerikanischen von Clara Drechsler. "Du bist ja keine richtige Schwarze", sagt ihre weiße Mitschülerin eines Tages zu Thandi. Die Worte hallen nach, bis sie eine junge Frau wird. In Pennsylvania wächst sie auf, schließt Freundschaften, beginnt Liebschaften, doch sie gehört nie richtig dazu. Johannesburg ist die Heimat ihrer Mutter - für Thandi unendlich weit entfernt. Bis ihre Mutter an Krebs erkrankt, das Sterbebett zu Hause aufgebaut wird und Thandi sich mit ihrem Vater die Pflegestunden teilt. Es beginnt eine schmerzliche Reise zu ihren Wurzeln und eine erhellende Suche nach Halt, nach Liebe, nach einer eigenen Familie.
Zinzi Clemmons hat eine zutiefst berührende Coming-of-age-Geschichte von elegischer Perfektion geschrieben. Auf eine beeindruckende und kunstvolle Weise beschreibt sie Thandis Weg und was es heißt, sich nach Einsamkeit und Verlust für das Leben zu entscheiden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 16.04.2019
Außergewöhnlich und überzeugend findet Anne Kohlick das Debüt von Zinzi Clemmons. Was das Sterben und der Tod der Mutter mit einer jungen Frau in Philadelphia anrichtet, vermag ihr die Autorin nah an ihrer eigenen Biografie lebensecht zu erzählen. Über die Themen Einsamkeit, Trauer und Liebe schreibt die Autorin laut Kohlick klar und kühl und gnadenlos offen. Inwieweit das Private immer auch politisch ist, vermittelt ihr Clemmons anhand von collageartig eingefügten Fotos, Blogzitaten, Statistiken und Grafiken.
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