
Der Überfall auf die israelischen Athleten durch ein palästinesisches Kommando während der
Olympischen Spiele 1972 in München (
mehr) und die Verfolgung der Attentäter durch den Mossad hat
Steven Spielberg zu dem Film
"Munich" animiert. Für Alessandro Giuli geht es in seinem Beitrag (nur als
pdf) in der Wochenendbeilage angesichts der gnadenlosen israelischen Vergeltungsaktionen (einer der Drahtzieher wurde noch
1991 in Tunis getötet) um die derzeit wieder brisante Frage, welche Grenzen auch demokratische Staaten überschreiten, wenn sie sich im Krieg sehen. "An diesem Punkt wird klar, dass der Staat im Ernstfall nicht nur
jedes Privatrecht bricht, sondern sich auch über jedwede Ethik hinwegsetzt, die ihn eigentlich leiten müsste. Letzlich gibt es nur eines, was der Staat immer sichern wird: sein
Überleben."
Weiteres: Stefania Vitulli
erzählt die Entstehungsgeschichte des Films. Marianna Rizzini
beschreibt den Spielbergschen
Drang zur Historie. Richard Newbury
erinnert an den Anschlag "
jesuitischer Dschihadisten" auf das englische Parlament 1605. Und Stefano Di Michele
schildert, wie man zu Zeiten Darwins über die
Sexualhygiene aufgeklärt hat.