Nach eingehender Analyse der Lage
Zyperns vor Ort
kommt der Publizist
Andras Sztankoczy zu dem Schluss, dass das Problem der Teilung der Insel in wenigen Jahren wohl von den
britischen Rentner gelöst wird, die sowohl die türkischen als auch die griechischen Inselbewohner in die Minderheit drängen werden. Bis dahin bleiben Absurditäten Teil des Alltags. Dazu gehört auch ein Besuch bei dem Regierungschef Nordzyperns Rauf Denktas: "Sein Zimmer ziert ein faszinierendes Foto von seinem
ins Mikrofon bellenden Hund 'Perle' und ein großes Gemälde Kemal Atatürks, des Vaters der modernen Türkei. In Nordzypern wird nicht allzu lange nachgedacht, nach wem eine Schule oder ein Stadion benannt werden soll - überall Atatürk-Abbildungen. Die bizarrste ist eine
riesige Atatürk-Silhouette auf dem Berg über der Stadt
Kirenia, die nachts beleuchtet in einer atemberaubenden Art und Weise an den Titelhelden der Zeichentrickfilmserie
"La Linea" erinnert.
In einem Beitrag vom Vor-Vortag wird das
"Jahrzehnt für die Integration der Roma", eine neue Initiative von acht Ländern Ost- und Mitteleuropas
vorgestellt: "Heute ist die Hälfte der Roma
jünger als zwanzig Jahre. Wenn sie weiterhin an der Peripherie und arm bleiben, werden sie womöglich die Kohäsion und die
Stabilität gefährden, und zwar nicht nur in jenen Ländern, wo sie leben, sondern auch in anderen Regionen Europas. Wenn sie sich dagegen aktiv und umfassend an der gesellschaftlichen Entwicklung beteiligen können, werden sie für die Zukunft der gesamten Region einen Beitrag schaffen."