Stichwort

Afrika

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9punkt 11.11.2020 […] Schon der Begriff "Afrika" ist irgendwie ein koloniales Konzept, schreibt die Zürcher Historikerin Gesine Krüger bei geschichtedergegenwart.ch: "Niemand würde behaupten, dass mit afrikanischer Politik, afrikanischer Musik oder afrikanischer Geschichte stets über den gesamten Kontinent hinweg einheitliche Phänomene beschrieben werden. Und doch erscheint 'Afrika', bei allem Wissen um historische, kulturelle […] abstrakte Begriffe wie 'europäische Werte' oder 'Aufklärung' verbunden, oder eine, mitunter folkloristisch aber ebenso positiv gedachte Vielfalt der Nationen und Kulturen - von Sizilien bis zum Nordkap. Afrika hingegen wird auf das vermeintlich Typische reduziert und Differenz problematisiert." In Krisenzeiten wie der Pest oder auch jetzt Corona durfte sich der Staat nicht hilflos zeigen, sonst verlor er […]
9punkt 03.04.2020 […] Tagen kann Afrika wie in Zeitlupe dabei zusehen, wie die Gesundheitssysteme von Ländern zusammenbrechen, die immer als das Paradies galten", schreibt Bernd Dörries ebenfalls in der SZ: "Dort, in den Industrienationen ließen sich ihre korrupten Präsidenten gerne behandeln, nachdem sie die Krankenhäuser in der Heimat zugrunde gerichtet hatten. Es sind Tage und Wochen, in denen Millionen Afrikaner Zeit haben […] kommen könnte. Der Virologe Christian Drosten warnt, bald werde es in ärmeren Ländern 'Szenen geben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können'. Bill Gates geht von bis zu zehn Millionen Toten in Afrika aus." Ohne Kommentar: Die Arbeitslosenstatistik in den USA als animiertes gif. Die US-Arbeitslosenanträge als Gif. Unvorstellbar. pic.twitter.com/tsXa25r3Kp- Tibor Martini (@tibor) April 2, 2020 […]
9punkt 10.01.2020 […] genug Platz für alle in Afrika. Wir sollten Afrika zu einem riesigen Labor für Versuche machen, wie wir die Welt gerecht teilen, reparieren und widerstandsfähig machen können. Jeder soll sich frei bewegen dürfen. Dazu müssen wir uns gegen Europas Übergriffe auf Afrikas Souveränität, seine Bewohner und sein Territorium zur Wehr setzen. Europa hat kein Recht, den Afrikanern in Afrika zu diktieren, wie, wann […] "Es gibt keinen Ort der Welt, an dem wir Afrikaner willkommen sind, nicht einmal in Afrika", sagte der afrikanische Historiker und Politologe Achille Mbembe bei einem Vortrag. Im großen SZ-Gespräch mit Jörg Häntzschel erklärt Mbembe, wie er sich ein postkoloniales Afrika ohne Grenzen vorstellt: "Wir sollten die Tendenz des Westens zu Feindseligkeit und Abschottung nicht auf unserem eigenen Kontinent […] wann und ob sie sich bewegen dürfen. Es hat dieses Recht vielleicht in Europa, aber nicht hier." (Wie genau die Europäer die Afrikaner in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken, hätte man im Interview allerdings schon gern erfahren.) […]
9punkt 09.11.2019 […] Motto "Afrika bezaubernd machen" in Dakar traf. Ihr Ziel ist unter anderem ein "neues kulturelles Selbstbewusstsein Afrikas" so Häntzschel. Dazu gehören Rückgabeforderungen kultureller Artefakte aus westlichen Museen, ein Besinnen auf immaterielle Traditionen des Kontinents, aber auch Selbstkritik, wie sie Achille Mbembe äußerte: "Natürlich sei Europa zu verurteilen für die Abertausenden Afrikaner, die […] behandele afrikanische Migranten oft schlimmer als europäische Länder. Er sprach bitter von schwarzer 'négrophobie'. Er schlug deshalb ein vereintes Afrika ohne Grenzen vor, einen 'riesigen Raum der Zirkulation', nicht zuletzt natürlich, damit Afrikas Jugend nicht länger gezwungen wird, ihr Leben oder ihre Würde auf der Flucht zu verlieren." […]
Magazinrundschau 10.12.2018 […] davon entfernt, die Geschichte Afrikas zu erzählen, schien es das vorrangige Ziel zu sein, chinesische Macht, Großzügigkeit und zentrale Bedeutung für globale Angelegenheiten zu betonen. (Neben dem englischsprachigen Kanal verfügt CGTN nun auch über spanische, französische, arabische und russische Kanäle.) In den letzten sechs Jahren hat CGTN seine Reichweite in Afrika stetig ausgebaut. Es wird in den […] ten quer über den Globus, von Australien bis in die Türkei, soll "Chinas Geschichte gut erzählt" werden. Als "Testfeld" für die internationale Expansion der chinesischen Unternehmen fungiert dabei Afrika, wo mit CCTV Africa und 6,6 Milliarden Dollar ein Ableger des chinesischen Staatsfernsehens aufgebaut wurde, der lokalen Journalisten redaktionelle Unabhängigkeit und die Chance versprach, afrikanische […]