Stichwort

Arte

14 Presseschau-Absätze
9punkt 15.08.2017 […] eklame der Sechziger der zwangsernährte öffentlich-rechtliche Wonneproppen. Und beide haben ein Problem mit ihrem alternden Publikum." René Martens geht in der taz nochmal den Vorwürfen gegen eine Arte-Dokumentation der französischen Autorin Anne Paq über den Gaza-Streifen nach und kann den Antisemitismusverdacht (der in der taz neulich noch unter dem Titel "Programmdirektor Schuster" kritisiert wurde […] 'pseudopalästinensischer Staat' sein, wie ihn sich die Palästinensische Autonomiebehörde vorstelle, sei das 'kein würdiger Kampf'. Klingt nach Flugblatt. In einer Antwort auf eine taz-Anfrage, warum Arte eine Autorin engagiert hat, die für eine mit Terrorismus sympathisierende Website schreibt, verweist Sprecher Michel Kreß auf das Renommee Paqs." Außerdem: Empört berichtet Jürg Altwegg in der FAZ […]
9punkt 03.08.2017 […] Im Interview mit der FAZ wundert sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, über den Sender Arte, der die Doku "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" wegen angeblicher Unausgewogenheit nicht senden wollte (unsere Resümees), aber kein Problem hatte mit der Unausgewogenheit der Reportage "Gaza: Ist das ein Leben?" (unser Resümee). Die Begründung […] des Senders: Der erste Film sei eine Dokumentation, der zweite eine Reportage, die per definitionem subjektiv sei. "Es ist auffällig, dass sich Arte stets auf sehr formale Begründungen bei der Beurteilung der Beiträge zurückzieht", kritisiert Schuster. "Einer inhaltlichen Auseinandersetzung ist der Sender in beiden Fällen, also bei der Judenhass-Doku und der Gaza-Reportage, ausgewichen. Warum sollte […]
9punkt 15.06.2017 […] NDR-Mediensendung "Zapp": Die Bild zeigt die umstrittene Antisemitismus-Doku von Arte und WDR - ohne Erlaubnis. Kein Verdienst, sondern frech, findet @AnjaReschke1. pic.twitter.com/g57fsd995x- ZAPP Medienmagazin (@ZappMM) 14. Juni 2017 Spätestens als auch die Jüdische Gemeinde sich für die Ausstrahlung der ursprünglich für Arte gedrehten Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt" einsetzte, schreibt […] t" mitmachen sollte (und dann aus privaten Gründen absagen musste)  vermutet im Gespräch mit Ayala Goldmann von der Jüdischen Allgemeinen politische Hintergründe hinter der Absage an den Film durch Arte und WDR: "Es ist nicht das erste Mal, dass es Schwierigkeiten gibt, wenn wir Islamismus und Antisemitismus im Fernsehen zeigen wollen. Dann kommen immer die Relativierer und Verharmloser und sagen, […]
9punkt 14.06.2017 […] ein Problem darstellt in diesem Land, ist das tatsächlich riesengroß." Rechtlich vorgehen will Arte gegen die Veröffentlichung des Films nicht, wie aus einer Pressemitteilung des Senders hervorgeht, der zugleich begrüßt, dass  das Publikum den Film, den es ihm vorenthalten hat, nun sehen durfte: "Arte hat zur Kenntnis genommen, dass Bild.de die Dokumentation 'Auserwählt und Ausgegrenzt. Der Hass auf […] und Joachim Schröders Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf die Juden in Europa" bei Bild.de angesehen haben. Dennoch meint Arno Frank bei Spiegel online, es sei kein Skandal, dass Arte den Film nicht gebracht habe, denn er habe gravierende handwerkliche Mängel: "So tadellos manche Aspekte recherchiert sind, so leichtfertig werden andere Aspekte abgehandelt. So hat Joachim Schroeder […] auf Juden in Europa' in eigener Verantwortung online gestellt hat. Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat Arte keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann." […]
9punkt 10.06.2017 […] Die Affäre um einen vom WDR für Arte finanzierten Dokumentarfilm über Antisemitismus in Europa, den Arte nun doch nicht ausstrahlen will, zieht weite Kreise, nachdem der Zentralrat der Juden und Experten wie die Historiker Götz Aly und Michael Wolffsohn zur Freigabe des Films aufgefordert haben. In der Welt rekapituliert Christian Meier nocheinmal die Geschichte von der Entstehung bis zur Absetzung […] Absetzung des Films. Ebenfalls in der Welt nimmt Richard Herzinger Artes Argumente für die Absage unter die Lupe und befindet sie als wenig stichhaltig. So sieht er etwa für die Entscheidung der Autoren Sophie Hafner und Joachim Schröder, sich nicht ausschließlich mit Europa, sondern auch mit den Zuständen in Israel selbst zu befassen, zwingende Gründe: "Denn der Judenhass von heute, der sich etwa im Sommer […]
Feuilletons 28.05.2002 […] Arte wird zehn. "Leider gar nicht gut" fällt die Bilanz des von Kohl und Mitterrand gegründeten Senders nach den Worten des Schriftstellers Patrick Demerin aus, der jahrelang bei Arte mitarbeitete. Die Partikularinteressen in Paris und der deutschen Leitstelle in Baden-Baden seien stark, die Zentrale in Straßburg schwach. Und beide Seiten kriegen ihr Fett ab: "Die Franzosen, anders als die Deutschen […] Deutschen, weigern sich nach wie vor, Arte überhaupt als 'deutsch-französischen Sender' zu bezeichnen. Sie sprechen lieber von einem 'europäischen' Programm. Würden sie sich auf das 'Deutsch-Französische' und damit auf die tägliche erlebte Arbeitswirklichkeit einlassen, müßten sie ein Mindestmaß an Überlegungen auf die Osmose zwischen deutschen und französischen Elementen wenden, die sie jedoch aus tiefster […] tiefster Überzeugung ablehnen." Und "die Deutschen - also ARD und ZDF - schauen auf die Kasse und sonst nichts: Für sie kam die Gründung von Arte Anfang der Neunziger gerade recht, um mit den dafür zusätzlich eingetriebenen Gebühren Verluste an Werbeeinnahmen zu mildern, die durch den Erfolg der Privatsender entstanden. Unter den Augen der machtlosen Franzosen machen sie nette Gewinne." Und so freuen sich […]