Stichwort

Buchpreisbindung

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9punkt 06.07.2018 […] Die Buchpreisbindung abzuschaffen wäre "kulturpolitische Eselei", schreibt in der SZ der ehemalige SPD-Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin und erinnert an die "ethische Dimension von Markteingriffen". Er verweist darauf, dass etwa im Vergleich zu Großbritannien nicht nur eine höhere Anzahl von Buchhandlungen, sondern auch eine größere Vielfalt von Buchproduktionen gewährleistet werde: "Der Effekt […] Effekt der Buchpreisbindung zur Förderung der Vielfalt tritt aber nur ein, wenn implizit oder explizit eine Praxis der Quersubventionierung im jeweiligen Verlag erfolgt. Konkreter: einzelne Bücher, von denen man sich einen großen Verkaufserfolg erwartet, ermöglichen es dem einzelnen Verlag, Bücher - zum Beispiel auch Gedichtbände - zu produzieren, von denen von vornherein anzunehmen ist, dass sie keinen […] Die Verantwortung des Unternehmenstyps Verlag für die kulturelle Entwicklung, natürlich immer in den Grenzen, die das eigene ökonomische Überleben sichern, ist die Voraussetzung dafür, an der Buchpreisbindung festzuhalten." […]
9punkt 30.05.2018 […] Die Monopolkommission, die die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen berät, empfiehlt die Abschaffung der Buchpreisbindung, berichtet u.a. der Tagesspiegel mit der dpa. Kulturministerin Monika Grütters hat das schon mal weit von sich gewiesen: "'Die Empfehlung der Monopolkommission macht mich fassungslos', sagte Grütters laut Mitteilung. Sie unterhöhle die jahrelangen Bemühungen der Bundesregierung […] , den unabhängigen Buchhandel und die Verlage als Garanten der literarischen Vielfalt zu schützen. Sie werde sich weiterhin mit aller Kraft für den Erhalt der Buchpreisbindung einsetzen, sagte die Politikerin." […]