Stichwort

Christchurch

13 Presseschau-Absätze
9punkt 25.03.2019 […] Seit dem Massaker in Christchurch werden die Forderungen lauter, Hassreden im Netz zu zensieren. Passt auf, was ihr euch wünscht, warnt Kenan Malik im Guardian linke wie konservative Befürworter einer solchen Einschränkung: "Eine direkte Verbindung zwischen Murrays Schrift und den Morden in Christchurch zu sehen, ist so wenig plausibel wie die Behauptung, dass der Koran den Dschihadismus erklärt. Tarrants […] Taten zu rechtfertigen, ist ein düsteres Durcheinander aus anti-muslimischem Hass, weißer Identitätspolitik, Globalisierungsfeindlichkeit und der Verteidigung des Umweltschutzes. Der Angriff von Christchurch, schreibt er, 'war kein Angriff auf die Vielfalt, sondern ein Angriff im Namen der Vielfalt. Um sicherzustellen, dass verschiedene Völker vielfältig bleiben, getrennt, einzigartig, unverwässert […]
9punkt 23.03.2019 […] Jahren werden Moscheen auch hier bedroht und angegriffen. Nach Christchurch herrscht in vielen Gemeinden richtige Angst.' Die Stadt in Neuseeland ist mehr als 18.000 Kilometer weit weg. Aber doch sehr nah." Und die Historikerin Yasemin Shooman findet im Interview mit Dunja Ramadan in der SZ mit Blick auf Flüchtlingskrise 2015 und Christchurch: "Eine ernsthafte Debatte über antimuslimischen Rassismus fand […] "Viele Menschen trugen als Zeichen der Solidarität ein Kopftuch", titelt die taz mit Blick auf die Trauerfeier für die Opfer von Christchurch. Aus Anke Richters Artikel geht dann aber hervor, dass dies doch nur für etwa die Hälfte der Menschheit galt: "Neuseelands Frauen folgten dagegen optisch dem Beispiel von 'Jacinda', wie sie von allen schlicht genannt wird, und riefen zum 'Kopftuch-Freitag' auf […]
9punkt 21.03.2019 […] der im Falle von Christchurch ausgesprochen werden muss, ist nicht der Name des Täters. Das Übel trägt die Namen Rassismus, Muslimfeindlichkeit und Menschenhass." Die "genialste Entscheidung" des 20. Jahrhunderts war Kemal Atatürks Beschluss, die Hagia Sophia zum Museum zu machen, entgegnet Bazon Brock in der Welt insbesondere den Islamisten, die nach dem Attentat von Christchurch fordern, das ehemalige […] Weltmeister bei den Sozialabgaben." Sollte man das Böse nicht beim Namen nennen? Die neuseeländische Premierministiern Jacinda Ardern hat bei ihrer Trauerrede gesagt, sie werde den Attentäter von Christchurch niemals benennen. Viele deutsche Medien verzichten ebenfalls auf Namensnennung. Lin Hierse findet das in der taz richtig. Zwar solle man das Böse beim Namen nennen: "Harry Potters Gegenspieler Lord […]
9punkt 18.03.2019 […] Längst ist der rechtsextreme Terrorismus international vernetzt, schreiben Urs Wälterlin und Konrad Litschko im Hintergrund der taz zu dem Attentat in Christchurch: Brenton "Tarrant reiste offenbar länger durch Europa - wo er laut Sicherheitsbehörden auch Rechtsextreme getroffen haben soll. In Serbien, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina sei er gewesen. Tarrant selbst schreibt von Aufenthalten in Westeuropa […] zum Anschlag gefallen, als er die dortige 'Invasion' von Migranten erlebt habe." Auch Teile der Bundesregierung tragen durch ihre Abschottungspolitik zu einem Klima bei, das Taten wie die von Christchurch möglich macht, glaubt Dinah Riese in der taz: "Umso verstörender ist es, was CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu dieser Bluttat zu sagen hat. Die Frau, die mal Bundeskanzlerin werden will, […]