Stichwort

Umberto Eco

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Denker der Technik

Bücherbrief 04.10.2012 […] Die höfischen Intrigen, die er dort erlebt, erinnern Katharina Teutsch in der FAZ an Shakespeare, während sie die postmoderne Selbstreflexivität an Umberto Eco denken lässt. Mitchell lasse "den Leser durch die gut 700 Seiten hindurchgleiten wie ein Handelsschiff, das von günstigen Winden über die Weltmeere getrieben wird", urteilt Cristina Nord in der taz, während Wieland Freund in der Welt durch die Wahl seiner Metaphern wohl das Moderne an diesem historischen Roman betonen möchte, wenn er schreibt, er sei "so schnell wie ein Glasfaserkabel" und das pessimistische Menschenbild wirke "wie eine Firewall, die die Erzählung vor allerlei Ethno-Kitsch schützt". […]

Emotional labiler Federfetisch

Mord und Ratschlag 19.01.2010 […] Seine Vorlieben und Abneigungen verteilt Schmidt dabei rein idiosynkratisch, aber nicht willkürlich: Sara Paretskys Vic Warshawski schmäht er als die wahrscheinlich unsympathischste Detektivin der Literaturgeschichte; Daniel Pennac hält er für einen Kinderbuchautor und Fred Vargas wirft er vor, den Mord als realitätsfernes Kunststückchen wieder in jene chinesische Vase gestopft zu haben, aus der ihn Hammett und Chandler herausgezogen hatten. Vom Semiotiker Umberto Eco hält er so wenig wie von Pathologinnen oder Schlossturmkrimis aus der Feder Oxforder Literaturprofessoren; Ethno-Krimis schätzt er vor allem für die Landeskunde und die Kochrezepte. […] Von Thekla Dannenberg
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