Stichwort

Faktenchecks

22 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
9punkt 17.10.2020 […] möglich den Aussagen des Gegenübers insgesamt Plausibilität zu unterstellen. Die zerstückelnde Methode des Faktenchecks hingegen neigt dazu, den Blick auf den Äußerungszusammenhang auszublenden. Suggeriert wird, dass das Ganze des Gesagten sich aus der Summe seiner Einzelteile ergebe. Der Faktencheck urteilt portionsweise - 'falsch' / 'teilweise richtig' / 'nicht belegt' / großenteils falsch'. Der Eindruck […] Faktenchecks sind in Mode und bestimmt auch sinnvoll, räumt der Innsbrucker Literaturwissenschaftler Johannes Odendahl in der NZZ ein, aber für die gesellschaftliche Diskussion findet er sie fatal: "Das Prinzip der hermeneutischen Billigkeit besagt, bei alledem das generelle Anliegen der Sprecherin oder des Sprechers im Auge zu behalten, denn dieses gilt es zu verstehen. Gut zuzuhören, heißt hier nicht […]
9punkt 23.06.2017 […] sind sich darin einig, dass 'Israel' ein Unrechtsstaat sei." Stefan Winterbauer checkt bei Meedia den "Faktencheck", ohne den der WDR vorgestern die Antisemtismus-Doku nicht zeigen wollte. Er entpuppt sich eher als ein Meinungscheck: "Nehmen wir beispielhaft nur mal Punkt 1 aus dem Faktencheck. Der Film beginnt mit der berüchtigten Rede des Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas vor dem EU-Parlament […] aufwärmt. ... Und was meint der WDR-Faktencheck? Es wird da im Ernst 'korrigiert', dass Abbas nicht 'Brunnen' gesagt hat, sondern nur 'Wasser'. Und natürlich hat er Feigenblatt-mäßig auch von einer 'friedlichen Koexistenz' gesprochen. Aber das macht es doch nicht besser, dass er älteste antijüdische Zerrbilder serviert." Auch Frederik Schindler unterzieht den Faktencheck des WDR im Schweizer Blog audia […] audiatur-online.ch einem Faktencheck. Der meinungslastige "Faktencheck" und die vielen Warntafeln vor und in dem Film führen Michael Hanfeld in der FAZ zu eine kategorischen Urteil "Vorgeführt hat sich der Sender selbst: ein Lehrstück in Selbstgerechtigkeit, die ein Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist." Und Jürg Altwegg schreibt, ebenfalls in der FAZ: "Dass sich Arte nicht zu einer […]
9punkt 22.06.2017 […] Die Ausstrahlung des Films "Auserwählt und ausgegrenzt"  geriet gestern zur hochnotpeinlichen Angelegenheit - der WDR schuf sogar eine eigene Internetadresse zum "Faktencheck", um die redaktionelle Prüfung nachzuholen, die man den Filmemachern zuvor offenbar gar nicht konzediert hatte. Selbst Arno Frank von Spiegel online, der nach der Präsentation des Films bei bild.die das übliche Argument seiner […] abwinken: "So redlich der Versuch sein mag, eine Dokumentation zu zeigen und sich gleichzeitig von ihr zu distanzieren, so gründlich ging er in die Hose. Zumal die obsessive Akribie, mit der im 'Faktencheck' noch das kleinste Haar in der Suppe gesucht wurde, den Befürwortern des Films in die Hände spielte." Wird man am Ende zugeben müssen, dass es den im Film beschriebenen Antisemitismus tatsächlich […]