Stichwort

Flick-Sammlung

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Feuilletons 18.09.2004 […] der Glücksfall eines Gedächtnisorts, den die Schweigegebote und Sprachregelungen der öffentlichen Debattenwelt nicht erreichen." Auf der Aufmacherseite des Feuilletons sind zwei Artikel der Flick-Sammlung gewidmet, die nach langem Streit nach Berlin kommt. Vor zehn Jahren wäre dies trotz des Einspruchs prominenter Mitglieder der jüdischen Gemeinde, die gegen den Namen des Sammlers protestierten […] "Deutschland ist unübersehbar dabei, in eine neue, nicht weniger schwierige, aber vielleicht weniger hysterische Phase der Erinnerung einzutreten." Thomas Wagner kritisiert die Angliederung der Flick-Sammlung an die Nationalgalerie allerdings nicht aus politischen, sondern kunstpolitischen Gründen: und konstatiert eine "fatale Tendenz" zur "Selbstentmachtung der Museen und die Apotheose der privaten […]
Feuilletons 16.09.2004 […] , kann die Engel mit den Augen Ibn Arabis oder Giottos sehen und mit den Engeln der heutigen Neonwerbung verbinden." Im Aufmacher des Feuilletons äußern sich acht Künstler zum Streit um die Flick-Sammlung. "Ich konnte das am Ende gar nicht mehr lesen, den Brief der Schwester und all das, was die westdeutschen Gesinnungspolizisten geschrieben haben. Die wollen mit ihrer Moralkeule die Ausstellung […] " Außerdem schreiben Gerhard Richter, Hans Haacke, Wolfgang Tillmans, Luc Tuymans und Thomas Struth. In der Leitglosse wünscht sich Jens Jessen, dass der Bundeskanzler bei der Eröffnung der Flick-Sammlung eine Rede hält, die "eine beachtliche Wucht entfaltet, um der satten Zufriedenheit, die schon jetzt aus dem Programmheft tropft, jede Nährlösung zu entziehen". Weitere Artikel: Rainer Frenkel […]