Stichwort

Hunger

4 Presseschau-Absätze
Magazinrundschau 15.06.2017 […] Jemen bevor. Lassen Sie sich nicht von Bildern täuschen, die hungrige Menschen in trockenen Landschaften zeigen, das Wetter hat nichts zu tun mit dem Hunger. Im Jemen leiden mehr als sieben Millionen Menschen Hunger. Wesentlich mehr drohen durch Hunger und Krankheit zu sterben als in Schlachten und Luftangriffen. Die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geführte Intervention hat […] Siebzig Jahre lang ist der Hunger in der Welt zurückgegangen, doch in diesem Jahr hat sich die Entwicklung umgekehrt. In Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen drohen vier Hungersnöte gleichzeitig, und an keiner einzigen ist die Dürre schuld, betont Alex de Waal. Verantwortlich seien Kriege und bewusste Entscheidungen der Militärs, humanitäre Hilfe zu blockieren: "Die größte Katastrophe steht dem Jemen […]
9punkt 29.03.2017 […] dass Hunger heute immer politisch ist:  "Früher, das heißt bis ins 19. Jahrhundert, konnte es natürliche Ursachen für Hungersnöte geben: Trockenheit, Krankheit von Pflanzen wie Mehltau, aber dies ist heute nicht mehr der Fall. Heute sind es mit ganz wenigen Ausnahmen wie in Fällen extremer Isolation Zivilbevölkerungen, die als Geiseln genommen werden. Dies ist der Grund, warum man heute an Hunger stirbt […] stirbt." Im Interview mit der FR macht Jean Ziegler dagegen das internationale Kapital verantwortlich für den Hunger: "Sehen Sie sich die Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel an: Nach dem Börsengesetz ist das absolut legal. Grundnahrungsmittel sind Reis, Getreide, 50 Prozent des Weltkonsums. Das sind Spekulationsobjekte für die Deutsche Bank und so weiter. Die Hedgefonds und Großbanken machen […]
9punkt 28.11.2015 […] llers Aschraf Fajad, der von einem Todesurteil bedroht ist. Der argentinische Autor Martín Caparrós, der für sein Buch "Hunger" nach Caparrós nach Niger, Indien und Bangladesch gereist ist, erklärt im Interview mit der Literarischen Welt, warum Menschen auch heute noch hungern. Zum Beispiel in Niger, ein heißes trockenes Land, in dem sich zwar nichts anbauen lässt, das aber eines der reichsten Ur […] Uranvorkommen der Welt hat: "Man könnte von den Gewinnen aus dem Export eine Infrastruktur aufbauen, die jedem Einwohner ein Leben ohne Hunger ermöglichen würde. Aber das Uran wird von einem französischen und einem chinesischen Unternehmen gefördert, die stecken alle Gewinne ein. Man begreift viele Dinge erst, sobald man näher hinschaut." (In beiden Firmen sind allerdings jeweils die Staaten Hauptaktionäre […]