Stichwort

Imre Kertesz

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Efeu 16.03.2017 […] Sehr bewusst habe Imre Kértesz seinen Nachlass in Berlin eingelagert. Nun will eine von der Orbán-Regierung großzügig ausgestattete ungarische Stiftung den Nachlass verwalten. Bei dem Schriftsteller Iván Sándor löst dies blankes Entsetzen aus, wie in der FR nachzulesen ist: Auch andere ungarische Schriftsteller wurden von der Regierung bereits vereinnahmt, deren politische Vorläufer im Geiste jene […] jene seinerzeit aus dem Land getrieben haben. "Darauf, was jetzt mit seinen Werken geschieht, würde Imre Kertész gewiss mit seinem bekannten Lachen reagieren, das ich seit unseren gemeinsamen Spaziergängen am Balaton in Erinnerung habe. Die Abwegigkeit der Angelegenheit würde ihn nicht überraschen, denn er hatte die Absurdität schon immer für einen Bestandteil der Weltordnung gehalten. ... Moralisch halte […]
Magazinrundschau 18.02.2017 […] ller und ehemalige Vorsitzende des ungarischen Schriftstellerverbandes Iván Sándor das vor kurzem angekündigte, jedoch nicht konkretisierte Regierungsvorhaben, für die Pflege des Nachlasses von Imre Kertész eine Milliarde Forint (ca. 3,25 Millionen Euro) für eine neue Stiftung unter der Leitung der umstrittenen Historikerin Maria Schmidt (Haus des Terrors) bereitzustellen. "Abgesegnet hat das Mill […] nicht, wer die zwei Zeugen waren. Doch moralisch und in ihrer Konsequenz halte ich die Übertragung für inakzeptabel und ungültig, solange nicht ein Dokument mit der beglaubigten Unterschrift von Imre Kertész auftaucht, in dem er die Entscheidung, seine Arbeiten der Obhut der Berliner Akademie zu übertragen revidiert." […]
Magazinrundschau 26.01.2017 […] Ende vergangenen Jahres verkündete die ungarische Regierung die Gründung des Imre Kertész Instituts, das den Nachlass des verstorbenen Literarturnobelpreisträgers pflegen soll. Die mit der Gründung beauftragte Stiftung wird von der umstrittenen Direktorin des Museums "Haus des Terrors", Mária Schmidt, geleitet. Für Verwirrung sorgte die Verkündung, weil sich der Nachlass von Kertész, von ihm selbst […] Grundlage wohl ein Vertrag mit der Witwe von Kertész kurz vor ihrem Ableben bildet, und fragt sich, welche Absichten die Regierung hier hat: "Niemand zweifelt daran, dass die Pflege des Nachlasses von Imre Kertész staatliche Zuwendungen verdient. Doch es ist auch eindeutig, dass diese fachliche Arbeit von mehreren, bereits existierenden Institution effektiv hätte erledigt werden können, darum werden sie ja […]
Magazinrundschau 01.01.2017 […] In einem sehr schönen Essay schreibt Andreas Breitenstein über Imre Kertesz und dessen letztes Buch "Der Betrachter. Aufzeichnungen 1991 bis 2001". In diesen Zeitraum fällt auch die Phase, in der Kertesz, der mit dem "Roman eines Schicksallosen" unvermutet berühmt geworden war, feststellte, dass Glück seine Sache nicht war - und damit seinen Landsleuten näher stand als man annimmt: "Bereits 1997, in […] Litanei eines aus lebenslanger Haft entlassenen Sträflings, der sich nach dem Kerker zurückzusehnen beginnt, weil er erkennt, dass er der Ort war, der ihm fürs Leben bestimmt war. Dabei geht es Imre Kertész nicht anders als seinen vom Realsozialismus traumatisierten ungarischen Landsleuten, die sich - wie er es selber in ein starkes Bild fasst -, nachdem sie ins gleißende Licht der Sonne getreten sind […]